[Gallery auf voller Breite und die Fragen Box nach unten] In einigen Fällen kann es vor allem wachstumsbedingt zu ausgeprägten knöchernen Fehlstellungen der Kiefer kommen.
Hierbei können der Oberkiefer und/oder der Unterkiefer nach vorne, nach hinten oder zur Seite so weit verlagert oder gekippt sein, dass eine alleinige Behandlung mit Kieferorthopädie zur Korrektur der Kieferabstände nicht mehr ausreicht.
Bei diesen Patienten muss man dann in Zusammenarbeit mit dem Kieferchirurgen eine kombinierte Therapie präzise vorausplanen, zunächst werden dabei kieferorthopädisch die Zähne ideal positioniert. Wenn beide Kiefer dann gut zueinander passen, kann dann der Kieferchirurg die Position des Oberkiefers und/oder des Unterkiefers operativ korrigieren und diese miteinander fixeren. Je nach Indikation kann der kieferorthopädische Eingriff auch nach dem „Surgery First“ Prinzip zu Beginn als initiale korrektive Maßnahme erfolgen.
Der kieferchirurgische Eingriff kann nicht vor endgültigem Abschluss des Wachstums, in der Regel also nicht vor dem 18. Lebensjahr, durchgeführt werden.
Wie Sie aus den obigen Bildern des Habsburgerkaisers Maximilian, den wir „operiert“ haben, ersehen können, kann eine solche Behandlung durchaus auch Auswirkungen auf die Gesichts- und Profilästhetik haben, diese möglichen Veränderungen muss man in der Planung solcher Eingriffe mitberücksichtigen!